Olivine Lattice zeigt den Peridot als strukturiertes Material. Im Inneren spannt sich ein dichtes Geflecht aus dunklen Ludwigit‑Linien, durchzogen von helleren Partien und feinen Partikeleinschlüssen. Die Strukturen verlaufen nicht gleichmäßig, sondern überlagern sich, brechen ab und setzen neu an – wie ein inneres Gerüst, das den Stein zusammenhält.
Mit 8.28 Karat wirkt dieser Peridot kompakt und kontrolliert. Der Schliff verzichtet bewusst auf spektakuläre Brillanz und legt den Fokus auf Tiefe und Aufbau. Licht sammelt sich entlang einzelner Linien, bleibt in anderen Zonen gedämpft und erzeugt so ein Wechselspiel aus Spannung und Ruhe.
Dieser Stein ist nicht dekorativ, sondern architektonisch. Olivine Lattice richtet sich an Menschen, die Edelsteine als gewachsene Struktur begreifen – ein Character Stone, der weniger über Farbe spricht als über Material, Ordnung und innere Bewegung.
Peridot (Olivin) ist der leuchtend gelb‑grüne Geburtsstein des August und seit der Antike geschätzt. Werttreiber sind vor allem Farbe (kräftiges Oliv‑ bis gelbliches Grün) und Klarheit; größere, augenreine Steine sind seltener, bleiben aber im Vergleich zu anderen Farbedelsteinen erschwinglich. Bedeutende Quellen sind u. a. Pakistan, Myanmar, China, USA (Arizona), Vietnam & Ägypten.
Preislich liegt Peridot i. d. R. im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen USD/ct‑Bereich, mit Aufschlägen für große, intensivfarbene Qualitäten.
Deep Dive
Peridot ist die gemmologische Varietät des Minerals Olivin und zeigt ausschließlich Grüntöne – von limettig bis oliv –, verursacht durch Eisen im Kristallgitter (idiochromatisch).
Historisch als „Abend‑Smaragd“ bekannt, behält Peridot seinen Glanz auch unter Kunstlicht und wurde bereits im Alten Ägypten geschätzt.
Die feinsten Farben zeigen ein sattes, reines Oliv‑Grün mit leichter Gelbnuance; zu viel Gelb oder Braun senkt den Wert.
Hauptfundorte sind u. a. Pakistan (Himalaya) mit begehrten tiefen Grüntönen sowie Myanmar, China, USA/Arizona, Vietnam und Ägypten.
Am Markt zählt vor allem Farbe; Klarheit ist wichtig (Augenreinheit), Cut optimiert die Leuchtkraft.
Größere Stücke (>5 ct) werden deutlich seltener, können aber – verglichen mit Smaragd/Saphir – weiterhin moderat bepreist sein.
Aktuelle Leitfäden nennen für Handelsqualitäten meist ~50–150 USD/ct, für sehr gute große Steine teils höher; generell bleibt Peridot ein preislich zugänglicher Farbedelstein.
Käufer achten zusätzlich auf behandlungsfreie Steine (Peridot wird in der Regel nicht behandelt), gut dokumentierte Herkunft und stimmige Proportionen.
Wertentwicklung
- Stetig‑moderat: Peridot gilt als erschwinglicher Farbedelstein; die Marktberichte und Preisguides zeigen keine spekulativen Sprünge, sondern eher moderate Zuwächse – grob +10–30 % über ~10 Jahre für handelsübliche Qualitäten, getrieben durch Nachfrage nach farbintensiven, klaren Steinen.
- Größe & Farbe: Größere, intensiv olivgrüne Steine >5 ct entwickelten sich überdurchschnittlich (teils klare Aufschläge je ct), da diese Qualitäten seltener sind.
- Gesamtbild: Peridot bleibt im Vergleich zu „Big Three“ preisstabil und zugänglich; Qualitäts‑Outlier (top Farbe/size) bilden die Ausnahmen nach oben.
Werttreiber
Die Farbe dominiert: kräftiges, sattes Oliv‑ bis gelbliches Grün ohne Braun‑Stich erzielt die höchsten Preise.
Klarheit (Augenreinheit) und ein präziser Schliff steigern die Brillanz und damit den Wert; Peridot mit „lily‑pad“‑Inklusionen oder milchigen Zonen wird günstiger gehandelt.
Karatgewicht wirkt überproportional, v. a. ab >5 ct, da feine Großformate seltener sind.
Herkunft kann preisrelevant sein (z. B. Pakistan/Himalaya für tiefere Grüntöne), bleibt aber sekundär gegenüber Farbe & Klarheit.